Seit 25. Februar ist die Wörgler Kletterhalle geschlossen – die Betreiber schlitterten damals in die Insolvenz. Nach dieser Schließung hat sich die Sektion Wörgl Wildschönau des Österreichischen Alpenvereins für einen Weiterbetrieb eingesetzt und lt. eigenen Angaben viele Gespräche mit dem Eigentümer des Gebäudes, mit Interessenten, sowie auch mit den umliegenden Sektionen des Alpenvereins und dem Hauptverband geführt. 
In einer Presseaussendung gab Obmann Harald Ringer jetzt bekannt, dass sich die Sektion Wörgl-Wildschönau des Österreichischen Alpenvereins aus den weiteren Gesprächen bezüglich der Kletterhalle in Wörgl zurückziehen werde. Als Grund gibt Ringer an, dass der letzte interessierte Bewerber die Fortführung der Halle abgelehnt habe. Trotz der Bemühungen des Eigentümers sei eine wirtschaftliche Führung der Kletterhalle an diesem Standort und mit dieser Dimension zu riskant.

„Bedauerlich“
StR. Christian Kovacevic findet den Rückzug aus den Gesprächen des Alpenvereins bedauerlich, aber aufgrund der fehlenden Perspektiven nachvollziehbar. Der Stadtrat übt jedoch scharfe Kritik an Bgm. Michael Riedhart: „Umso ärgerlicher ist im Nachhinein das sorglose und völlig unverantwortliche Versprechen des Bürgermeisters vom Februar 2026, dass die Kletterhalle ohnehin geöffnet bleiben würde. (...) Einfach so etwas versprechen, ohne jegliche Grundlage oder verbindliche Zusagen: das macht man einfach nicht“, so Kovacevic in einer Aussendung.

„Kletterhalle wird wieder aufsperren“
Auf Nachfrage des Kufsteinblick ist Riedhart allerdings nach wie vor davon überzeugt, dass die Kletterhalle wieder aufsperren wird. „Das Insolvenzverfahren steht kurz vor dem Abschluss, in den nächsten Monaten wird es positive Enwicklungen geben“, erklärt der Stadtchef.

Absage für Kletterwände in Schule
In der Aussendung bestätigt Ringer ebenfalls, dass mit dem Direktor einer Schule in Wörgl und dem Hauptverband des ÖAV Gespräche begonnen wurden, um in einer höheren Turnhalle Kletterwände zu errichten. Diese sollen in Folge für den Turnbetrieb, aber auch für Vereine zugänglich gemacht werden.
Diesem Vorschlag erteilt Riedhart eine klare Absage: „Davon weiß ich nichts, mit uns als Eigentümer hat noch niemand gesprochen. Aber unsere Turnhallen sind bereits überbucht. Eine zusätzliche Mehrbelastung kommt nicht in Frage, das wird es so nicht geben.“