Bereits vor rund einem Monat appellierte die Gemeinde Kirchbichl auf ihrer Homepage an Moped- und Motorradfahrern: Unnötig hohe Drehzahlen, starkes Beschleunigen oder häufiges Hin- und Herfahren in Wohngebieten würden vermeidbaren Lärm verursachen und die Lebensqualität der Anrainer beeinträchtigen. „Die Gemeinde Kirchbichl ersucht daher alle Moped- und MotorradfahrerInnen, mit Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein unterwegs zu sein.“ Dieser Appell blieb aber großteils wirkungslos: Immer wieder beschweren sich Gemeindebürger – vor allem im Bereich der Ulricusstraße und des Strandbades – über laute Mopeds.
Bgm. Herbert Rieder will jetzt im Verkehrsausschuss im Herbst darüber beraten, welche (auch rechtliche) Möglichkeiten es gibt, gegen die Lärmbelastung vorzugehen.

„Junos“ stemmen sich gegen Moped-Fahrverbot
Welche Möglichkeiten seitens der Gemeinde genau geprüft werden, darüber hielt sich Rieder auf Anfrage des Kufsteinblick bedeckt. 
Die „Junos“ vermuten jedoch, dass in Kirchbichl über ein nächtliches Moped-Fahrverbot diskutiert werde. „Für uns Junos ist klar, dass es keine Toleranz für jene Gruppen geben darf, die Anrainer absichtlich mit Lärm belasten. Ein Fahrverbot würde aber nur jene bestrafen, die sich an die Regeln halten und aufgrund der fehlenden Nightliner abends auf das Moped angewiesen sind“, erklärt der Landesvorsitzende Julian Pfurtscheller. Die Wirksamkeit eines solchen Fahrverbotes sei zudem fraglich, wenn dessen Einhaltung nicht durch eine starke Polizeipräsenz konsequent kontrolliert werde. Für viele Jugendliche in der Region sei das Moped außerdem ein unverzichtbares Verkehrsmittel.