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Lokales 3
Nr. 6, 4. Februar 2026
Wildschönauer Zusammenhalt nach Hagelsturm
Noch heute sind die Abschlags. „Kein Stück Stark-
Spuren des Unwetters holz über 60 Zentimeter ist
sichtbar: Ein heftiger Ha- aus dem Hochtal gefahren“,
gelsturm hatte am Sonn- weiß Dummer. „So haben die
tagnachmittag des 30. Juni Bauern einen besseren Preis
2024 in wenigen Minuten erzielt – und das Holz blieb in
die Gegend rund um Auf- der Region.“
fach/Wildschönau verwüs-
tet. „Wir haben gleich nach Kampf gegen
dem Sturm eine Schätzung den Borkenkäfer
abgegeben, wie groß der Auch die Zeit war ein ent-
Schaden ist“, erinnert sich scheidender Faktor: Das Holz
Thomas Dummer, der ge- durfte nicht zu lange im Wald
meinsam mit Hubert Auer Ein Hagelsturm brachte im Juni 2024 tausende Festmeter Wald zu liegen bleiben, denn der Bor-
die Waldaufsicht in der Fall. kenkäfer breitet sich nach
Foto: Weißbacher
Wildschönau innehat. „Über Windwürfen rasend schnell
die Feuerwehr konnten wir Gut Ding liegt auch bei den Sägewerken: aus. „Eine Lösung war, die
eine Drohne einsetzen.“ Am nicht in der Ferne Normalerweise berechnen frischen Stämme sofort zu
nächsten Tag war eine erste Die Holzernte ist aber die eine Betriebe ab einem Durch- hacken, zu belüften und im
Einschätzung da: Mehr als Sache, einen Abnehmer für das messer von 60 Zentimetern Heizwerk zu verwerten“, er-
30.000 Festmeter Holz la- Energie- und Nutzholz zu finden einen sogenannten Stärkeab- klärt Weißbacher. „Zudem
gen am Boden. die andere. Eine zentrale Rolle schlag – das Holz ist zu dick konnten wir an einem La-
spielte hierbei das Biomasse- und der Preis sinkt. Nicht gerplatz einlagern, den wir
Eine gewaltige Menge, wie Heizwerk der Bäuerlichen Heiz- so in der Wildschönau. Das schon vor dem Sturm neu
Auer betont: „In einem guten genossenschaft Wildschönau. einheimische Sägewerk ver- angelegt hatten, weit genug
Jahr kommen wir in Nieder- Von Anfang an war klar, dass zichtete auf einen Teil des vom Wald entfernt.“
au, Oberau, Thierbach und es einen Teil des Schadholzes
Auffach gemeinsam auf rund übernehmen werde – am Ende
23.000 Festmeter. Die 30.000 war es sogar ein Großteil. Das
waren diesmal allein in Auf- war nicht nur organisatorisch
fach – auf einen Schlag und ein Glücksfall, sondern auch
ohne die Fläche der Bundes- energetisch: Biomasse-Heiz-
werke ermöglichen eine CO2-
forste.“
Auch von dort kam noch ei- neutrale Wärmeproduktion und
niges dazu. Die Herausforde- verwandeln Schadholz in regi- EAN1G9EB.–OT
rung war also enorm. Nicht onal nutzbare Energie, anstatt
nur die große Menge an Holz es ungenutzt liegen zu lassen.
musste bewältigt werden, „Wir haben geschaut, dass wir
sondern auch die Organisati- so viel wie möglich abnehmen
on der Firmen, die es aufar- können“, erklärt Michael Weiß-
beiten sollten. bacher, geschäftsführender Ob-
Doch die Gemeinschaft in der mann der Genossenschaft.
Wildschönau funktionierte.
„Wir haben das ganze Holz Wenn Regionalität
innerhalb eines Jahres aufar- den Unterschied macht
beiten können“, sagt Dummer Ein Beispiel für den gelebten
stolz. Zusammenhalt zeigte sich
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