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„Für alle etwas geboten“: Stadt Kufstein präsentierte abwechslungsreiches Kulturprogramm

Bernhard Sieberer, Kulturbeauftragter der Stadt Kufstein, präsentierte gemeinsam mit Maria Reitberger von der Kulturabteilung das städtische Kulturprogramm für die neue Saison. Klassische Meisterwerke treffen auf zeitgenössische Klänge, politische Diskussionen auf persönliche Erfahrungen und jahrhundertealte Traditionen auf neue künstlerische Zugänge.

Trotz einem „Sparbudget“ wurde das Kulturprogramm der Stadt Kufstein auch im vergangenen Jahr wieder sehr gut angenommen: Rund 6.600 Besucher sorgten für eine durchschnittliche Auslastung von etwa 80 Prozent. Erfreulich entwickelt sich die Aktion „FREI18“, die auch von den heimischen Kulturvereinen mitgetragen wird. Mit Ausnahme der Reihe „Höreinspaziert“ können unter 18-Jährige auch in diesem Jahr sämtliche Veranstaltungen kostenlos besuchen.

Von Mozart bis Manu Delago
Die sechs Abonnement-Konzerte bilden das musikalische Herzstück der Saison. Den Anfang macht das international gefragte Fauré Quartett am 7. Oktober im Stadtsaal Kufstein. Dazu kommen im Rahmen der Abo-Reihe u. a. auch Manu Delago, das Stuttgarter Kammerorchester und das Marionettentheater Schönbrunn nach Kufstein.
Die „Nachtgespräche“ widmen sich sozialpolitischen Themen, die unsere Gegenwart prägen. Heuer mit dabei sind Wolfgang Bauer, Stefan Lenglinger, Barbara Blaha sowie Annika Brockschmidt.
Im Rahmen der „reihe.kreativ“ kommt das Tom Neuwirth Trio mit einem eigens für Kufstein zusammengestellten Programm gleich für zwei Auftritte in die Festungsstadt. Dazu spielt die „konsBigband“ unter dem Motto „Jazz am See“ ein Konzert am Hechtsee. Neben dem traditionellen Neujahrskonzert mit dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck präsentierten sich nach einem Jahr Pause die Musikschullehrer beim „Kufsteiner Podium“. 
Ergänzt wird das Kulturprogramm wie immer mit der Reihe „höreinspaziert“ für Kinder: U. a. gibt es zwei verschiedene Kuschelkonzerte – aufgrund des großen Andrangs mit je zwei Vorstellungen. „Es ist wieder unglaublich viel geboten“, freut sich Bgm. Martin Krumschnabel.
Das detaillierte Programm und weitere Informationen finden Sie auf www.kultur.kufstein.at


V. l.: Maria Reitberger (Kulturabteilung der Stadt Kufstein), Robert Woods (Volksbank), Otto Dialer (Sparkasse), Bgm. Martin Krumschnabel sowie Kulturbeauftragter Bernhard Sieberer 

Fliegerclub Kufstein-Langkampfen sichert sich Meistertitel in der Segelflug-Bundesliga

Insgesamt 68 Vereine aus ganz Österreich nahmen an der Segelflug-Bundesliga teil. Von Anfang Mai bis Ende August kämpften die besten Segelflugpiloten Österreichs an jedem Wochenende um Punkte. Nach 18 Wertungsrunden sicherte sich der Fliegerclub Kufstein-Langkampfen souverän Platz eins und erreichte damit den bislang größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte. 

Vor jedem Wettbewerbsflug treffen sich die Piloten im Vereinslokal am Flugplatz Langkampfen zu einer gemeinsamen Besprechung. Anhand der Wetterlage wird entschieden, welche Route die besten Bedingungen verspricht. Der „Sportplatz“ der Segelflieger erstreckt sich dabei über den gesamten Alpenraum – von Wien bis weit in die Schweiz, teilweise auch auf die Alpensüdseite.
Nach der Vorbereitung werden die Segelflugzeuge von motorisierten Schleppmaschinen auf rund 1.700 Meter Seehöhe gezogen. Von dort aus suchen die Piloten nach geeigneter Thermik, um weiter an Höhe zu gewinnen und möglichst große Strecken zurückzulegen.
Entscheidend für die Bundesliga ist jedoch nicht die zurückgelegte Gesamtstrecke, sondern die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit innerhalb eines Zeitfensters von zweieinhalb Stunden. An jedem Wettbewerbswochenende fließen die drei schnellsten Flüge eines Vereins in die Wertung ein. „Das Hauptziel ist es, in den zweieinhalb Stunden möglichst keinen Fehler zu machen. Das ist die Schwierigkeit“, erklärt Pilot Paul Brandsma. 

Konstanz als Trumpf
Diese Herausforderung meisterten Thomas Wettemann, Norbert Perner, Friedrich Schödl, Konrad Mahlknecht, Paul Brandsma, Stefan Thoma und Michael Hubmann vom Fliegerclub Kufstein-Langkampfen über die gesamte Saison hinweg am besten: Die Mannschaft gewann fünf der 18 Runden, belegte fünfmal Rang zwei und zweimal Rang drei. Damit stand sie in zwölf Wertungsrunden auf dem Podest.
Mehr als 100 Mitglieder
Aktuell zählt der Fliegerclub Kufstein-Langkampfen mehr als 100 Mitglieder. Für einen reibungslosen Flugbetrieb sind zahlreiche freiwillige Helfer notwendig. So muss während des Flugbetriebs unter anderem der Tower ständig besetzt sein. Von Vorteil ist dabei, dass jedes Vereinsmitglied über eine entsprechende Betriebsleiterschulung verfügt.
Zum vereinseigenen Flugzeugpark gehören drei einsitzige und drei doppelsitzige Segelflugzeuge, zwei Schleppmaschinen sowie mehrere zwei- und viersitzige Motorflugzeuge. Am Flugplatz Langkampfen bietet der Verein zudem Ausbildungen im Segel- und Motorflug an.
Alle weiteren Informationen unter www.fliegerclub-kufstein.at



Gemeinsam mit dem Segelflieger über dem Alpenhauptkamm. Foto: Fliegerclub Kufstein-Langkampfen



Paul Brandsma, einer der erfolgreichen Piloten der Bundesliga-Mannschaft.

Lernen mit Freude: Bildungsminister Wiederkehr besuchte Sommerschule der MS Langkampfen

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) machte am Mittwoch, 2. September, bei der Sommerschule in der Mittelschule Langkampfen Station. Gemeinsam mit Vizebürgermeister Josef Greiderer verschaffte er sich einen Eindruck davon, wie die Kinder die letzten Ferientage zum Lernen, Bewegen und gemeinsamen Spielen nutzen.

Wiederkehr lobte besonders die gute Stimmung in der Sommerschule. Die Schüler seien mit viel Freude bei der Sache. Durch die kleinen Gruppen könne individuell auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden. Spielerische Lernformen machten es leichter, Inhalte zu wiederholen und sich gezielt auf das neue Schuljahr vorzubereiten. Neben dem Unterricht steht täglich auch ein Bewegungsprogramm auf dem Plan. Damit verbindet die Sommerschule Lernen mit Spaß, Aktivität und Gemeinschaft.
Vizebgm. Josef Greiderer betonte die starke Buddy-Struktur an der Schule: „Wir haben in unserer Schule mehr Buddys als manche Bundesländer insgesamt. Das haben wir alles der hervorragenden Sommer-Schulleitung zu verdanken.“ Für die Organisation und Leitung der Sommerschule zeichnen Daniel Aniser und Bettina Hosner verantwortlich. Ihr Einsatz sorgt dafür, dass die Kinder in den Ferien nicht nur schulisch profitieren, sondern auch eine abwechslungsreiche und motivierende Zeit erleben können.


V. l.: Bildungsminister Christoph Wiederkehr, Vizebgm. Josef Greiderer und MS Langkampfen Direktor Florian Weinmayer.

LR Hagele besuchte die Gemeindebücherei Walchsee

Im April hat die Gemeindebücherei ihre neuen Räumlichkeiten in der Alleestraße in Walchsee bezogen. Auf mehr als 200 m2 stehen jetzt Bereiche zum Lesen, Lernen und Spielen sowie Räume für Veranstaltungen zur Verfügung. Vergangenen Dienstag, 25. August, besuchte Cornelia Hagele gemeinsam mit LA Sebastian Kolland die neue Bücherei und würdigte das freiwillige Engagement der vielen Ehrenamtlichen.

Zehn engagierte Menschen arbeiten derzeit in der Gemeindebücherei Walchsee, acht davon ehrenamtlich. Landesrätin Cornelia Hagele nahm den Büchereibesuch zum Anlass, auf die Bedeutung des freiwilligen Engagements für das öffentliche Büchereiwesen hinzuweisen. „Unsere Büchereien leben vom Ehrenamt. Viele Menschen investieren Woche für Woche ihre Zeit, damit andere lesen, lernen und sich treffen können. Das passiert vielfach im Hintergrund und ist deshalb umso wichtiger. Die Gemeindebücherei Walchsee zeigt eindrucksvoll, was mit viel Engagement und Begeisterung für das Lesen möglich ist“, sagt Hagele. Die Landesrätin betonte solz, dass tirolweit rund 10 Prozent der Bevölkerung in einer Bücherei registriert sind, jährlich werden tirolweit rund 2,3 Mio. Medien ausgeliehen.
Allein im Bezirk Kufstein gibt es 24 Büchereien. Laut Kolland gab es im vergangenen Jahr über 220.000 Entlehnungen, über 11.000 Nutzer sind allein im Bezirk Kufstein registriert. „Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, welchen Stellenwert diese Einrichtungen im Bezirk Kufstein haben. Hinter diesen Zahlen stehen viele engagierte Menschen, die dafür sorgen, dass Bildung, Kultur und Begegnung direkt in unseren Gemeinden stattfinden können“, erklärt Kolland.

Großer Zulauf
Überdurchschnittlich stark genutzt wird dabei die neue Bücherei in Walchsee: Heuer wurden aus den 7.543 Medien im Bestand bereits über 13.000 Entlehnungen gezählt, im ersten Halbjahr konnten 71 neue Leser dazugewonnen werden. Dazu kommen 491 aktive Nutzer und knapp 3.300 Besucher allein im ersten Halbjahr. Das Angebot wird laufend weiterentwickelt – die Erneuerungsquote des Medienbestands lag 2025 bei 13,55 Prozent. Die Gemeindebücherei fungiert auch als Schulbücherei, wird für Unterrichtseinheiten genutzt und nimmt an der Onleihe Tirol teil. „Unsere Bücherei ist viel mehr als ein Ort, an dem Bücher ausgeliehen werden. Sie ist Treffpunkt, Bildungsort und ein Platz für Begegnung mitten in Walchsee“, freut sich Bgm. Ekkehard Wimmer.

Mehr als eine Bücherei
Büchereileiterin Maria Waldner hat sich mit ihrem Team das Ziel gesetzt, auch verschiedene Veranstaltungen zu organisieren. Seit April standen bereits Lesungen, ein Aquarell-Workshop und sogar eine Kuscheltier-Übernachtungsparty auf dem Programm. Dazu werde das monatliche Lesecafé sehr gut angenommen. Im Herbst startet zudem ein „Youth Reading Club“ für Jugendliche. „Wir möchten die Leseförderung noch weiter stärken, Jugendliche noch mehr ins Boot holen und die Bücherei als sozialen Treffpunkt verankern“, sagt Waldner.


Zu Besuch in der neuen Bücherei in Walchsee: Klubobmann LA BPO Sebastian Kolland (li.), Bgm. Ekkehard Wimmer (2. v. l.), Vize-Bgm. Bernhard Geisler, LR Cornelia Hagele (re.) mit dem Bücherei-Team.

Mopedlärm sorgt in Kirchbichl für Aufregung

Bereits vor rund einem Monat appellierte die Gemeinde Kirchbichl auf ihrer Homepage an Moped- und Motorradfahrern: Unnötig hohe Drehzahlen, starkes Beschleunigen oder häufiges Hin- und Herfahren in Wohngebieten würden vermeidbaren Lärm verursachen und die Lebensqualität der Anrainer beeinträchtigen. „Die Gemeinde Kirchbichl ersucht daher alle Moped- und MotorradfahrerInnen, mit Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein unterwegs zu sein.“ Dieser Appell blieb aber großteils wirkungslos: Immer wieder beschweren sich Gemeindebürger – vor allem im Bereich der Ulricusstraße und des Strandbades – über laute Mopeds.
Bgm. Herbert Rieder will jetzt im Verkehrsausschuss im Herbst darüber beraten, welche (auch rechtliche) Möglichkeiten es gibt, gegen die Lärmbelastung vorzugehen.

„Junos“ stemmen sich gegen Moped-Fahrverbot
Welche Möglichkeiten seitens der Gemeinde genau geprüft werden, darüber hielt sich Rieder auf Anfrage des Kufsteinblick bedeckt. 
Die „Junos“ vermuten jedoch, dass in Kirchbichl über ein nächtliches Moped-Fahrverbot diskutiert werde. „Für uns Junos ist klar, dass es keine Toleranz für jene Gruppen geben darf, die Anrainer absichtlich mit Lärm belasten. Ein Fahrverbot würde aber nur jene bestrafen, die sich an die Regeln halten und aufgrund der fehlenden Nightliner abends auf das Moped angewiesen sind“, erklärt der Landesvorsitzende Julian Pfurtscheller. Die Wirksamkeit eines solchen Fahrverbotes sei zudem fraglich, wenn dessen Einhaltung nicht durch eine starke Polizeipräsenz konsequent kontrolliert werde. Für viele Jugendliche in der Region sei das Moped außerdem ein unverzichtbares Verkehrsmittel.

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