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Frischer Wind beim ÖZIV Kufstein

Der ÖZIV ist eine Interessenvertretung, die österreichweit Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen anbietet. Der ÖZIV-Bezirksverein Kufstein stellte sich  im vergangenen Jahr komplett neu auf und setzt sich jetzt zum Ziel, mehr junge Menschen zu erreichen und dementsprechend Hilfestellungen anzubieten.

Seit Mai vergangenen Jahres steht die 26-jährige Kufsteinerin Celina Rauch dem Bezirksverein als Obfrau vor. Gemeinsam mit dem neu gewählten, siebenköpfigen Vorstandsteam möchte sie frischen Wind in den Verein bringen. Die Ziele sind dabei klar definiert: Eine umfassende Barrierefreiheit und eine inklusive Gesellschaft, die allen Menschen gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht. Konkret bietet der ÖZIV eine persönliche Sozial- und Rechtsberatung, einen Hilfsmittelverleih und ein Coaching für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen im arbeitsfähigen Alter an. Dazu wird eine fachkundige Beratung und Lösungen für Neu- und Umbauten in Fragen der umfassenden Barrierefreiheit angeboten.

Mangelnde Barrierefreiheit
Beim Thema Barrierefreiheit gebe man sich in Kufstein lt. Rauch zwar Mühe, die Umsetzung lasse jedoch oft zu wünschen übrig. „Beim Kufsteiner Bahnhof ist beim Zugeinstieg eine Stufe zu bewältigen. Auch öffentliche Einrichtungen in Kufstein sind nicht immer barrierefrei erreichbar. Es geht nicht nur um körperliche Beeinträchtigungen, man muss  z. B. auch auf Hör- oder Sehbeeinträchtigungen achten. Auch in Behindertentoiletten sind WC und Waschbecken oft nur eingeschränkt zugänglich“, zeigt Rauch auf. Ihr Ziel ist es, an die Gemeinden heranzutreten und auf die Probleme aufmerksam zu machen.
 Weiters will Rauch das Thema Behinderung in den Schulen sichtbar machen, um Mobbing und Ausgrenzung entgegenzuwirken. Ein Projekt ist dazu mit dem Beginn des nächsten Schuljahres geplant.
Ebenfalls ist es dem neuen Vorstand ein Anliegen, für die derzeit 207 Vereinsmitglieder Ausflüge zu organisieren.
Kontakt: ÖZIV-Bezirksverein Kufstein, Obfrau Celina Rauch, Tel. 0664/2229737, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Obfrau Celina Rauch vom ÖZIV-Kufstein.

Marco Pogo begeisterte im Komma

Marco Pogo, Sänger der Punkrock-Band Turbobier und Gründer der Bierpartei, tourt aktuell mit seinem zweiten Kabarettprogramm durch Österreich und Deutschland. Am 5. Februar machte er mit „Lost & Found“ Halt im VZ Komma Wörgl. Wie schon bei seinem Debütprogramm „Gschichtldrucker“ ist Pogo gewohnt pointiert und gnadenlos ehrlich. Im neuen Programm geht es ums Verlieren und Finden - Dinge, Gedanken, Gelegenheiten, Schlüssel, Nerven, den Verstand - und um die unerwartete Komik, die dazwischenliegt. Ob vom Wiederfinden seines Glaubens auf einem Ryanair Flug, vom Aussperren aus dem Hotelzimmer ohne Klamotten oder von seinen Ängsten vor den Einstiegsfragen bei der Promi-Millionenshow - Pogo wusste sein Publikum immer bestens zu unterhalten.


Foto: Sandra Pierzinger

Wendlinger Brücke in Kufstein wird saniert

Heuer steht die Sanierung der über 70 Jahre alten Wendlinger Brücke entlang der B 171 Tiroler Straße in Kufstein an. Gleichzeitig entsteht auch ein neuer Geh- und Radweg. 

Während der dafür notwendigen umfangreichen Arbeiten kann nur ein Fahrstreifen auf der Brücke genutzt werden: Von Montag, 16. März, bis voraussichtlich Ende November ist die Wendlinger Brücke damit nur in Fahrtrichtung Innsbruck für den Verkehr geöffnet. Der gesamte Verkehr in Fahrtrichtung Kiefersfelden   wird durch das Stadtzentrum umgeleitet. 

Auch Busse werden umgeleitet
Auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird umgeleitet – dies bereits frühzeitig ab Montag, 16. Februar, sodass ein reibungsloser Ablauf sichergestellt und mögliche Optimierungsmöglichkeiten noch evaluiert werden können. Einige Linien verkehren auf neuen Routen im Stadtgebiet von Kufstein und erhalten leicht geänderte Abfahrtszeiten. Alle Fahrpläne sind online unter smartride.vvt.at oder über die VVT SmartRide-App abrufbar. Fußgänger können die Brücke weiterhin nutzen. 

Brückensanierung in zwei Abschnitten
„Die Sanierung der Brücke ist dringend notwendig und nicht aufschiebbar. Alle Beteiligten stehen im engen Austausch und sind bemüht, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Es handelt sich hierbei jedoch um ein großes Sanierungsprojekt, bei dem entsprechende Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Arbeiten bestmöglich und zügig voranzutreiben“, betont LH-Stv. Josef Geisler. Auch Bgm. Martin Krumschnabel betont: „Die Wendlinger Brücke ist ein wichtiger Knotenpunkt in unserer Stadt. Umso wichtiger ist es, dass die Brücke dank der Sanierung auch in Zukunft sicher zur Verfügung steht. Die kommenden Monate bringen Umstellungen und sicherlich die ein oder andere Herausforderung mit sich. Das vorliegende ausgearbeitete Konzept ist umfassend durchdacht und so aufgestellt, dass unausweichliche Auswirkungen bestmöglich abgefedert werden können.“

Tragbare Lösung?
In den vergangenen Monaten haben Experten auf Basis von umfassenden Verkehrsanalysen an einer tragbaren Lösung für die Umleitung gearbeitet. Unter anderem wird die Brücke in zwei Abschnitten saniert, um durchgehend einen Fahrstreifen für den Verkehr zur Verfügung stellen zu können. 
Im Zuge der Sanierung wird der östliche Gehweg zudem zu einem Geh- und Radweg ausgebaut. Damit steigt auch für Radfahrer die Verkehrssicherheit.
 
Umleitung durch das Stadtzentrum
Während der Sanierung ist eine Umleitung ab dem Kreisverkehr Wendlinger bis zum Kreisverkehr Rosenheimer Straße eingerichtet. Die Umleitung wird an einer Reihe von Punkten und Stadteinfahrten mittels Beschilderung angekündigt. Während der Bauphase wird für einen verbesserten Verkehrsfluss in mehreren Straßen zudem eine 30er-Zone eingerichtet. Für das gemeinsame Sanierungsprojekt von Land Tirol und Stadt Kufstein werden insgesamt rund € 1,8 Mio.  investiert. 
Weitere Informationen und  Details zur Umleitung finden sich auf der Website der Stadt Kufstein unter www.kufstein.at


Die Wendlinger Brücke ist von März bis November nur einspurig befahrbar.
Foto: Land Tirol

Eine Hymne auf das Träumen: Premiere von „Der Mann von La Mancha“

Am 7. Februar feierte der Musical-Klassiker „Der Mann von La Mancha“ eine fulminante Premiere im Kultur Quartier Kufstein. Ein Stück vom Stadttheater Kufstein, das mit seinen Melodien berührt, mit seiner Botschaft überzeugt und mit seinem Schauspielern begeistert.

Ein düsterer Kerker steht am Anfang, in den Miguel de Cervantes geworfen wird. In diese Dunkelheit gilt es, Licht zu bringen – und das tut diese Inszenierung in der Regie von Georg Anker mit all ihren Facetten. 1965 uraufgeführt und mit fünf Tony Awards ausgezeichnet, wird die zeitlose Kraft dieser Erzählung in jedem Moment spürbar.
Getragen wird der Abend von einem hervorragend aufeinander abgestimmten Ensemble, das in allen Rollen mit großer Spielfreude, Präzision und spürbarer Leidenschaft überzeugt. Die Musik – wunderbar mit dem Geschehen verwoben – trägt alles. Sie hebt die Szenen, schenkt ihnen Tiefe und Schwung. Dass die Musiker unter der Leitung von Thomas Scheiflinger dabei das ganze Stück über sichtbar auf der Bühne präsent sind, verstärkt diese Atmosphäre spürbar.
Das Musical über Träume, Idealismus, Mut und die Kraft der Fantasie – basierend auf Miguel de Cervantes’ weltberühmtem Roman „Don Quijote de la Mancha“ – ist bis Ende März im Kultur Quartier Kufstein zu sehen. Aufgrund der schon jetzt hohen Nachfrage werden zwei Zusatztermine am Samstag, 7. März 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 15. März 18 Uhr angesetzt. Weitere Aufführungstermine: 13., 20., 27. Februar sowie 1., 6., 8., 13., 14., 20 und 22. März, jeweils um 19.30 Uhr, sonntags um 18 Uhr.
Karten unter: www.stadttheater-kufstein.at sowie bei der Raiffeisen Bezirksbank Kufstein. Vorverkauf: € 30,- / Abendkasse: € 32,-


Das Stadttheater Kufstein spielt das Musical noch bis Ende März im Kultur Quartier Kufstein.
(Foto: Gattringer)

Kritik an geplanter Vollsperre der Bahnstrecke München – Rosenheim

Im Zuge einer Generalsanierung plant die Deutsche Bahn, die Strecke zwischen München und Rosenheim von Jänner bis Juni 2028 vollständig zu sperren. Grünen-Politiker aus Österreich, Deutschland und Italien fordern jetzt „kluge Lösungen“.

Neben der umfangreichen Erneuerung der maroden Gleise, Weichen und Oberleitung wird ein Schwerpunkt der Generalsanierung zwischen 21. Jänner und 23. Juni 2028 der Ausbau der Bahnhöfe sein. „Die Sanierung dieser so wichtigen Bahnstrecke für den internationalen Güterverkehr droht ein großes Fiasko zu werden. Es gibt keine Umleitungsstrecke“, erklärte die deutsche Bundestagsabgeordnete Victoria Broßart (Bündnis 90/die Grünen). Auch die Tiroler- und Südtiroler Grünen befürchten  erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Güter- und Personenverkehr und gravierende Folgen für Unternehmen sowie für die Bevölkerung in Tirol und Bayern. Tausende zusätzliche LKW´s dürften während der monatelangen Sperre auf die ohnehin ausgelastete Autobahn ausweichen. „Für eine Strecke von München bis Verona, die eigentlich knapp 450 Kilometer lang ist, kommen dann zusätzlich über 500 Bahnkilometer Umleitung dazu. Für die Unternehmen bedeutet das sechs Monate Unsicherheit, ob die Lieferkette funktioniert. Wir brauchen eine kluge Lösung anstatt einer blinden Bauwut“, ergänzt Broßart. Die deutschen Grünen verlangen, während der Bauarbeiten zumindest ein Gleis zwischen München, Grafing und Rosenheim befahrbar zu halten und eine koordinierte Verkehrslenkung umzusetzen. Gebi Mair, Klubobmann und Landessprecher der Tiroler Grünen, fordert die Umsetzung des versprochenen Slot-Systems auf der Autobahn: „Wir verlangen, dass dieses Versprechen jetzt endlich umgesetzt wird. Ansonsten wird sich das spätestens dann rächen, wenn die Sperre kommt“, warnt Mair. Dazu werden die Abschaffung des Dieselprivilegs und die Ausschöpfung der Mauthöhe für LKW gefordert.

Sperre auch zwischen Rosenheim und Salzburg
Die geplante Sanierung der Bahnstrecke zwischen Rosenheim und Salzburg hat zwar geringere Auswirkungen auf den Güterverkehr, betrifft den Personenverkehr jedoch umso stärker. Diese Strecke wird von 5. Februar bis 9. Juli 2027 ebenfalls vollständig gesperrt.


Victoria Broßart befürchtet ein Fiasko.


Gebi Mair fordert die Umsetzung des Slot-Systems.

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