Verkehrsstatistik: Geschwindigkeit und Ablenkung Hauptunfallursachen
Vergangenen Dienstag, 11. April, präsentierten Bezirkspolizeikommandant Major Karl Kraus und Referatsleiter für Einsatz und Verkehr, Chef-Insp. Johann Egger, die Verkehrsbilanz des vergangenen Jahres im Bezirk Kufstein.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1.822 Verkehrsunfälle mit Sachschaden aufgenommen (2023: 1.726), dazu deuten auch 519 Unfälle mit Personenschaden (2023: 476) auf eine steigende Tendenz hin. Dazu gab es im Bezirk Kufstein 2024 vier Verkehrstote. Die Hauptunfallursachen in Tirol sind weiterhin Unachtsamkeit/Ablenkung sowie überhöhte Geschwindigkeit.
Obwohl die Polizei mit gezielten Kampagnen immer wieder über die Gefahren der Raserei informiert, wurden im Bezirk insgesamt 8.119 Fahrzeuglenker wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet (ohne stationäre bzw. mobile Radarüberwachung). Seit 1. März 2024 kann die Polizei bei extremen Geschwindigkeitsüberschreitungen (mehr als 60 Km/h im Ortsgebiet, mehr als 70 Km/h außerhalb) das Fahrzeug beschlagnahmen. Im Bezirk wurden sieben Fahrzeuge vorläufig beschlagnahmt - die meisten PKW´s werden lt. Egger allerdings wieder zurückgegeben: Häufig gehören die Fahrzeuge nicht den Rasern selbst, zudem muss der Fahrer in den letzten vier Jahren bereits durch ein Fehlverhalten aufgefallen sein.
Ablenkung & Alkohol
Allein im Bezirk Kufstein wurden 1.380 Lenker aufgegriffen, die entweder telefoniert oder eine SMS/WhatsApp geschrieben haben. Lt. Egger wird dem auch heuer mit Schwerpunktsetzungen und gezielten Kontrollen entgegengetreten.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 20.373 Alkohol-Vortests (2023: 18.879) sowie 1.169 Alkomat-Tests (2023: 1.134) durchgeführt. Trotz mehr Kontrollen wurden weniger Lenker angezeigt: 91 Anzeigen gab es nach § 14 FSG (zwischen 0,5 und 0,78 Promille, 2023: 97 Anzeigen) und 234 Anzeigen nach § 5 StVO (ab 0,8 Promille sowie Testverweigerung, 2023: 311 Anzeigen). Dazu wurden zwölf Fahrzeuglenker aufgrund einer Suchtmittelbeeinträchtigung angezeigt.
Aufgrund fehlender bzw. nicht korrekter Kindersicherung ergingen 47 Anzeigen an die Bezirksverwaltungsbehörde. Insgesamt ist die Zahl der Gurtübertretungen mit 733 rückläufig (2023: 1.103).
Wiederum ein besonderes Augenmerk wurde 2024 auf die Überschreitung des Lärmpegels und Tuning gelegt. 68 Kennzeichenabnahmen wurden durchgeführt und 107 besondere Überprüfungen angeregt, wobei dies großteils Mopeds betrifft.
Präsentierten die Verkehrsstatistik für den Bezirk Kufstein: Bezirkspolizeikommandant Karl Kraus sowie Referatsleiter Johann Egger
Gina Crepaz stellt in der Sparkasse Kufstein aus
Mit der Ausstellung „Une Vie D‘Amour“ startet die Sparkasse Kufstein ins neue Ausstellungsjahr. Erstmals zeigt die Künstlerin Gina Crepaz Werke in ihrer Heimatstadt einer breiteren Öffentlichkeit. Die Sparkasse Kufstein präsentiert im 3. und 4. Obergeschoss insgesamt 15 farbenfrohe, teils großformatige Werke. Zur Vernissage am Dienstag, 11. März, konnte Vorstandsdirektor Klaus Felderer rund 50 Gäste im Galeriebereich der Sparkasse am Oberen Stadtplatz begrüßen. Für die musikalische Umrahmung sorgte Klaus Steidl mit Hang und Percussion samt Eigenkomposition für die Künstlerin. „Die Bilder von Gina Crepaz sind, wie der Ausstellungstitel verrät, inspiriert von der Gefühlswelt der französischen Pallade „Une vie d´amour“, ihre Arbeiten ab dem ersten Pinselstrich ebenso emotional geprägt von einer tiefen, unvergänglichen Liebe, die über die Zeit hinweg besteht“, so Felderer in seiner Laudatio. „Für mich ist das Malen ein Ausgleich. Ich bin mit meiner Arbeit tagtäglich mit Kreativität konfrontiert und lebe das schon seit meiner Kindheit“, erklärt Crepaz.
Die Kufsteinerin Crepaz ist als Leiterin und Eigentümerin einer in Kufstein ansässigen Advertising-Agentur tätig. Ihre Ausbildung zur Grafikerin legte den Grundstein ihrer kreativen Laufbahn, es folgten das abgeschlossene Kunstdiplom in England sowie Malkurse in Spanien, England und Österreich. Ihre Werke sind beeinflusst von verschiedenen Kulturen und Lebenssituationen. Die Kunstwerke sind bis 16. Mai im 3. und 4. Obergeschoss zu sehen. Der Ausstellungsbesuch ist während der Öffnungszeit von Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr möglich. Für Interessierte ist Gina Crepaz am 21. März und 10. April, jeweils von 13 bis 15 Uhr, persönlich in der Ausstellung erreichbar.
V. l.: Sparkasse-Vorstandsdirektor Klaus Felderer, Künstlerin Gina Crepaz und Kurator Hans-Peter Gruber
Bildungsprojekt für aktive Jugendbeteiligung in der Demokratie
Seit knapp zwei Jahren koordiniert der Wörgler Verein komm!unity ein internationales Projekt im Rahmen einer strategischen Partnerschaft innerhalb des EU-Bildungsprogrammes Erasmus+.
Agora NextGen soll Jugendbetreuer mit den notwendigen Werkzeugen und Wissen ausstatten, um junge Menschen für demokratische Prozesse zu begeistern. Dazu soll das Projekt eine Antwort auf jene Herausforderungen sein, mit denen die Demokratie derzeit konfrontiert ist: Anstieg des Populismus, Radikalisierung und eine niedrige Wahlbeteiligung. „Das Thema hat immense Aktualität. Es geht darum, die Prinzipien der Demokratie zu verstehen und politische Beteiligung zu fördern“, erklärt Klaus Ritzer, Geschäftsführer vom Verein komm!unity, die amtitionierten Ziele. Dazu soll für die nächste Generation von Wählern eine Basis geschaffen werden, damit sie eigenständig und unabhängig Entscheidungen treffen und ihre Meinung mit fundierten Argumenten vertreten können.
Internationale Zusammenarbeit
Das Projekt ist in fünf Aufgabenbereiche aufgeteilt, durchgeführt wird Agora NextGen unter der Leitung vom Wörgler Verein komm!unity gemeinsam mit dem MCC Celje Youth Center (Slowenien), European Dialoge (Slowakei), TFNow - The Future is Now Association (Bulgarien) und der Palacký Universität in Olomouc (Tschechien). Entstanden ist eine Mediathek mit Videos,
Podcasts und weiteren Multimedia-Inhalten, ein Politik- und Wahlsimulationsspiel sowie ein Ratgeber zu verschiedenen Aspekten und Möglichkeiten der demokratischen Beteiligung. „Der Output ist umfangreich uns sehr gut verwendbar“, zeigt sich Bettina Lißner (komm!unity) mit den Ergebnissen zufrieden.
Vergangenen Mittwoch, 5. März, wurden die Ergebnisse im VZ Komma Wörgl bereits rund 50 Jugendlichen präsentiert, jetzt sollen alle Projektunterlagen den Einrichtungen des Vereins komm!unity sowie der Offenen Jugendarbeit österreichweit zur Verfügung gestellt werden.
Die Gesamtprojektkosten über € 250.000,- werden zur Gänze von Erasmus+ getragen.
Weitere Informationen unter www.agoranx.eu
V. l.: Klaus Ritzer, Katja Kolenc, Ondřej Filipec, Raya Tsvetkova, Johannes Wiechenthaler, Bettina Lißner, Fabian Hibberd und Monika Kmeťová
Hechenberger und Kolland präsentierten Schwerpunkte der neuen Bundesregierung
Nach der Angelobung der neuen Bundesregierung ist die inhaltliche Arbeit bereits angelaufen. Der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Josef Hechenberger, der bei allen drei Anläufen der Regierungsverhandlungen dabei war, und ÖVP Bezirksparteiobmann Sebastian Kolland berichteten kürzlich über die Schwerpunkte. Besonders das Thema Verkehr sei für die Region „höchst positiv“: „Die Bundesregierung steht ganz klar hinter der Tiroler Anti-Transitpolitik“, betonen Hechenberger und Kolland unisono. Dies ist auch in einigen Passagen im Regierungsübereinkommen festgelegt (u. a. SLOT-System, Abfahrverbote, LKW Nachtfahrverbot).
Beim Thema Gesundheit würden besonders ländliche von den von der Regierung geplanten gezielten Maßnahmen zur Stärkung des Gesundheitssystems, darunter eine bessere Versorgung in den Regionen, attraktivere Arbeitsbedingungen für medizinisches Personal und der Ausbau von Primärversorgungseinheiten, profitieren. Für Kolland wäre ein Primärversorgungszentrum im Bezirk Kufstein vorstellbar, künftig soll neben der Akutbehandlung der Fokus vor allem auch im Bereich der Vorsorge liegen.
Migration und Integration
Beim Thema Migration gehe man an die Grenzen dessen, was rechtlich möglich sei: „Wir müssen uns offen eingestehen, dass unsere Systeme ihre Leistungsgrenze erreicht haben. Im Bezirk Kufstein, speziell in den Ballungszentren Kufstein und Wörgl, wird die Integration so vieler Menschen ohne Deutsch als Muttersprache unheimlich schwierig“, erklärt Kolland.
Forciert werden Rückführungen, das Aussetzen des Familiennachzugs und eine Pflicht zur Integration ab Tag eins. „Integration war bisher eigentlich eine Kür. Jetzt machen wir Integration zur Pflicht“, spricht Kolland von einem Paradigmenwechsel. Die drei Schlüsselkriterien Sprache, Werte und Arbeit sollen zur zentralen Säule des Integrationsmodells werden.
Hechenberger will weiterhin Politik nah an den Menschen machen, direkt im Austausch mit der Bevölkerung. „Ich bin nicht nur von der Region gewählt worden. Sondern ich möchte auch für unsere Region Tiroler Unterland in Wien Politik machen. Es ist mir ein Anliegen, zuzuhören, Probleme direkt aufzugreifen und mich für die Themen der Menschen einsetzen.“
In der neuen Regierung ist Hechenberger in den Ausschüssen Land & Forstwirtschaft, Tourismus, Sport und Justiz, dazu bleibt er Tierschutzsprecher und wird der neue Südtirolsprecher der ÖVP.
V. l.: LA Sebastian Kolland und NR Josef Hechenberger
Tischtennis-Elite gastiert in Kufstein
Die Sportunion Kufstein hat den Zuschlag für die Austragung der Österreichischen Tischtennis-Staatsmeisterschaften bekommen. Am 22. und 23. März kämpft Österreichs Tischtennis-Elite in fünf verschiedenen Bewerben in der Allgemeinen Klasse um den Titel.
Nach 2005 und 2020 wurde die Sportunion Kufstein - Sektion Tischtennis - heuer abermals mit der Durchführung der Staatsmeisterschaft in der Kufstein Arena betraut. Die 60 besten Herren und die 24 besten Damen Österreichs kämpfen am Samstag, 22. März, ab 9 Uhr sowie am Sonntag, 23. März, ab 10 Uhr jeweils in den Einzel- und Doppelbewerben sowie im Mixed-Doppel um den Titel des Staatsmeisters. Gespielt wird gleichzeitig auf neun Tischen in der Kufstein Arena, insgesamt stehen knapp 200 Partien auf dem Programm. Die Halbfinal- und Finalspiele (Sonntag, ca. 17 Uhr) werden live in ORF Sport + übertragen.
Bezirksteilnehmer
Auch aus dem Bezirk Kufstein sind Markus Dabernig (Wörgl), Lennox Kapfinger und Valentin Mayr-Toll (Kirchbichl), Lorenz Pürstinger, Fabian Schlechter und Konstantin Widauer (Kufstein) sowie Benjamin Walder (Kramsach) dabei. Bei den Damen kämpfen Martina Kapfinger, Teresa Oppelz, Clara Kurzthaler und Nicola Salzburger (alle TTC Kirchbichl) um tolle Platzierungen. Kapfinger und Oppelz sind im Damen Doppel-Bewerb gesetzt (8).
Größter Sportverein
Die Sportunion Kufstein ist mit 700 Mitgliedern in sechs Sektionen der größte Sportverein Kufsteins, pro Woche werden 47 Trainingseinheiten absolviert. Neben der Tischtennis-Staatsmeisterschaft wird zuvor die Österreichische Meisterschaft U14 im Faustball ausgerichtet, dazu veranstaltet die SU Kufstein im Mai die Tiroler Meisterschaft in der Leicht-
athletik.
V. l.: Stefan Fegerl (ÖTTV Sportdirektor), Michael Seywald (Obmann SU Kufstein), Christian Greiderer (Sparkasse Kufstein), Hermann Moser (Obmann SU Kufstein Sektion Tischtennis), Martina Kapfinger (TTV Vize-Präsidentin) sowie Michael Enders (TTV Präsident)